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Flugzeug-Beteiligungen in Zeiten von Corona

Göttingen, 19.03.2020

„Die Lufthansa fragt nach Staatshilfe“ so überschrieb die FAZ am 13. März 2020 ihren Bericht zu den immensen Folgen der Corona-Pandemie. Einer der höchst dotierten Dax-Gesellschaften der Bundesrepublik kämpft mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten durch den erheblichen Rückgang des Passagieraufkommens durch das Corona-Virus. Ihr Flugangebot musste sie um die Hälfte reduzieren.

Auch andere Fluggesellschaften leiden unter den virusbedingten rückläufigen Geschäftszahlen. Im USA-China-Verkehr rechnet Bernstein-Analyst Daniel Roeska mit bis zu 90 Prozent Absagen, meldet die Süddeutsche Zeitung am 12. März 2020. Seit Jahreswechsel sind die Kurse von Lufthansa und der British-Airways-Mutter IAG bereits um mehr als 40 Prozent abgesackt, die von Air France-KLM und dem Reisekonzern TUI sogar um mehr als die Hälfte. Die britische Regional-Fluglinie Flybe stellte bereits zum 04. März 2020 den Betrieb komplett ein und meldete Insolvenz an, wegen der Einbußen durch den Corona-Virus.

Seit dem 13. März 2020 hat sich die Situation nochmals drastisch durch das von den USA verhängte Einreiseverbot aller Europäer verschärft (zunächst mit Ausnahme von Briten und Iren). Die Lufthansa wird nächste Woche 700 ihrer 763 Flugzeuge am Boden lassen.

HEH Hamburger Emissionshaus legte Flugzeugfonds auf

Die Insolvenz der Flybe betrifft auch deutsche Kapitalanleger, die in Flugzeugfonds mit Flybe als Leasingnehmer investiert sind. Der Anbieter HEH Hamburger Emissionshaus legte geschlossene Flugzeugfonds mit Flybe als Leasingnehmer auf. Diese Fonds hatten sich erst 2019 zur Rettung der Airline mit Flybe und dem Konsortium um Virgin Atlantic auf eine Umstrukturierung der Leasingverträge verständigt. Durch die Reduzierung der laufenden Leasingraten und Verlängerung der Vertragslaufzeiten hoffte man, eine Lösung zur Zukunftssicherung gefunden zu haben. Dann kam das Corona-Virus.

Hohes Risiko durch Anschlussleasing

Für Anleger liegen die speziellen Risiken bei Flugzeugfonds insbesondere beim Anschlussleasing und beim Verkauf des Flugzeugs. Abnehmer für gebrauchte Flugzeuge zu finden stellt sich bisweilen als äußerst schwierig heraus. Bei ausländischen Vertragspartnern kommen zusätzliche Haftungsrisiken wegen unterschiedlicher rechtlicher Regelungen hinzu sowie Währungsrisiken.

Ansprüche prüfen lassen

Anleger von Flugzeugfonds können mögliche Ansprüche wegen Falschberatung oder Prospekthaftung jetzt prüfen lassen. Auch sollten sie sich unbedingt rechtzeitig vor der Verjährung informieren. Bei lang zurückliegenden Abschlüssen, insbesondere aus 2010, droht hier sogar bald Verjährung. Dies ist deshalb problematisch, weil dann selbst bestehende Ansprüche nicht mehr durchgesetzt werden können. Für Betroffene ist daher schnelles Handeln geboten.

Haben Sie zu diesem Thema Fragen oder wünschen eine Beratung, dann vereinbaren Sie gerne einen ersten kostenfreien und unverbindlichen Telefontermin mit der Fachanwältin Angelika Jackwerth unter der Telefonnummer 0551/29 17 62 20 oder per E-Mail unter Kanzlei@RA-Jackwerth.de

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