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P&R Container - Schadensersatz & Rückabwicklung prüfen

Göttingen, 20.03.2018

Nach Prokon und S&K gibt es einen neuen Anlegerskandal - Milliarden von Anlegergeldern sind durch die Insolvenz von P&R Container-Investments bedroht. Betroffene Anleger sollten daher jetzt aktiv werden.

Geschäftsmodell P&R Container

Viele Anleger suchten Alternativen zu den nur gering verzinsten Sparangeboten oder hoch riskanten Aktienspekulationen. P&R bot diesen Anlegern die Möglichkeit, sich mit lukrativen Gewinnchancen an Container-Direktinvestments zu beteiligen. Als Marktführer betreuten die P&R-Gesellschaften rund 51.000 Anleger. Die Anleger kauften neue und gebrauchte Frachtcontainer von den P&R Container-Verwaltungsgesellschaften und vermieteten diese anschließend am Weltmarkt weiter an die Leasing- und Transportindustrie. In Aussicht gestellt wurde den Anlegern, dass die Verwaltungsgesellschaften die Container am Ende der Vertragslaufzeit zu vorher veranschlagten Preisen wieder zurückerwerben.

Anlagemodell nicht tragfähig

Dieses Modell war jedoch nicht mehr tragfähig. Schon letztes Jahr brach das Neugeschäft ein. Die Situation spitzte sich im Januar 2017 zu als es für P& R Nachbesserungsverpflichtungen im Prospektbereich gab: Dadurch trat zutage, dass es zwischen 2014 und 2016 weniger Einnahmen in Höhe von 170 Millionen Euro gab als kalkuliert war. Die Mieteinnahmen (durch die in der Schweiz ansässige Verwaltungsgesellschaft) deckten damit bei weitem nicht die an die Anleger ausgezahlten Mieten. Ausstehende Mietbeträge und andere Verbindlichkeiten wurden offenbar teilweise nur noch mithilfe von Neugeschäften (also dem Verkauf von weiteren Containern) beglichen. Als das Neugeschäft vor ein paar Tagen eingestellt und damit nicht mehr ausreichend frisches Kapital zugeführt wurde, brach das System in sich zusammen. Das sieht nach einem klassischen Schneeballsystem aus. Verbraucherschützer haben schon länger vor diesem Anlagemodell gewarnt.

INSOLVENZ P&R

Inzwischen wurde am Amtsgericht München für die P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH, die P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH sowie die P&R Container Leasing GmbH jeweils das Insolvenzverfahren eröffnet (Az.: 1542 IN 726/18, 1542 IN 727/18 und 1542 IN 728/18). Vorläufige Insolvenzverwalter sind Rechtsanwälte Michael Jaffé und Philip Heinke aus München. PricewaterhouseCoopers ist mit der Prüfung der wirtschaftlichen Unterlagen beauftragt. Nähere Informationen gibt es hierzu unter www.frachtcontainer-inso.de.

Hilfe für Anleger

Betroffene Anleger sollten zu dem Thema P&R zeitnah rechtlichen Rat einholen. Denn auch Haftungsrisiken sind nicht auszuschließen. Hinzu kommt, dass sich Insolvenzverfahren jahrelang hinziehen können, so dass die Geltendmachung von rechtlichen Ansprüchen erschwert oder aufgrund der kurzen Regelverjährung ganz unmöglich wird. Ob daher Schadensersatzansprüche gegen die Geschäftsleitung, Wirtschaftsprüfer, die Treuhandgesellschaft oder andere Beteiligte bzw. gegen Banken, Sparkassen oder Vermittler bestehen, kann nur durch eine rechtliche Prüfung geklärt werden.

RECHTSRAT GIBT SICHERHEIT

JACKWERTH Rechtsanwälte bieten für geschädigte Anleger eine kostenfreie Erstprüfung Ihrer Unterlagen an. Rufen Sie uns gerne an, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Verfügen Sie über eine Rechtsschutzversicherung, übernehmen wir die erforderliche Korrespondenz. Melden Sie sich dazu bei unserem freundlichen Team unter der Telefonnummer 0551/29 17 62 20 oder via E-Mail Kanzlei@RA-Jackwerth.de.

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