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Voigt & Coll. SolEs 22

SolEs 22 GmbH & Co. KG

Der Fonds

Der Fonds SolEs 22 wurde im Jahre 2009 mit einem Investitionsvolumen von rund 127 Millionen Euro aufgelegt. Der Betrag teilt sich in circa 85 Millionen Euro Fremdkapital sowie 42 Millionen Euro Anlegerkapital. Investiert werden sollte in Solarkraftwerke in Frankreich, Italien und Spanien bei einer geplanten Laufzeit von 10 Jahren. Geworben wurde unter anderem mit gesetzlichen Vergütungen und der Unabhängigkeit von konjunkturellen Entwicklungen. Der Gesamtmittelrückfluss sollte nach 10 Jahren bereits beachtliche 198 Prozent betragen. Eine Mindestbeteiligung war ab 10.000 Euro zzgl. 5 Prozent Agio möglich.

Die Situation

Von den anfangs geplanten 7 bis 9 Prozent jährlichen Ausschüttungen sehen die Anleger momentan nichts. Der Fonds behält sämtliche Gelder als Reserve ein, da sich die wirtschaftliche Lage für Solarenergieanlagen in Spanien sowie in Italien erheblich zum Nachteil verändert hat. Hintergrund ist, dass Spanien bei der gesetzlichen Solarförderung Kürzungen vorgenommen hat. Dies ist für das Fondskonzept fatal, da die staatliche Förderung mit die Grundlage der Anlegergewinne bildet. Auf Grund der aktuellen Entwicklung hat die Fondsgesellschaft keine weiteren Ausschüttungen geleistet und wird diese voraussichtlich auch demnächst nicht leisten können.

Auch bestehen bei Solaranlagen Bedenken aus technischer Sicht. Die Lebensdauer der Module basiert lediglich auf Prognosen und eine genaue Kalkulation ist somit nur bedingt möglich. Zudem sind die Module wartungsanfällig.

Problematisch ist ferner, dass die Laufzeit des Investments erheblich variieren kann, wodurch Anleger unter Umständen deutlich länger als geplant an ihre Beteiligung gebunden sind. Verläuft der Fonds nicht wie geplant und muss deshalb die Laufzeit verlängert werden, ist ein vorzeitiger Ausstieg nicht oder nur mit erheblichen Verlusten möglich. Das ist vielen betroffenen Anlegern gar nicht bewusst, da sie oftmals nicht ausreichend beraten wurden.

Der Fonds war zeitweise vom Handel ausgesetzt und wurde zuletzt auf der Plattform www.zweitmarkt.de am 02.06.2017 nur noch mit 11 Prozent des Erwerbspreises gehandelt.

25.07.2017 - Viele Anleger wehren sich

Bezüglich des Fonds SolEs 22 sind bereits zahlreiche Urteile im Sinne von Anlegern ergangen, so unter anderem vom Oberlandesgericht Celle und vom Landgericht Hannover. Anleger sollten ihr Kapital nicht unnötig früh abschreiben. Sofern Anleger unzureichend über Risiken beraten worden sind, kann die Anlage mit der vermittelnden Bank oder dem Berater möglicherweise komplett rückabgewickelt werden!

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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