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IVG EuroSelect Balanced Portfolio UK GmbH & Co. KG / EuroSelect BPUK KG

PFM EuroSelect Balanced Portfolio GmbH & Co. KG

Der Fonds

Der Fonds IVG EuroSelect Balanced Portfolio UK GmbH & Co. KG (auch: BalancedPortfolio UnitedKingdom) wurde von dem Initiator IVG Immobilien AG im Jahre 2006 platziert. Die IVG Private Funds Management GmbH, Berlin übernahm das Fondsmanagement. Mit einem Gesamtvolumen von rund 179,5 Millionen Euro und 6.269 Anlegern stellte sich dieses Vorhaben als ein wahres Mammutprojekt dar. Der Fonds wurde als Dachfonds konzipiert und investierte in folgende Zielfonds:

• UBS Central London Office Value Added Fund (CLOVA)
• AXA/IVG Greater London Fund (GLF)
• CBRE Lionbrook Property Fund (LPF)

Bei allen finanzierten Fonds handelt es sich um Büroimmobilienprojekte oder Vorhaben mit Investitionsgegenständen ähnlicher Natur, die sich überwiegend im Innen- sowie Außengebiet von London befinden. Dabei handelte es sich unter anderem hochspekulative Anlagen, die nach Renovierung und Aufwertung neu vermietet oder verkauft werden sollten und um verhältnismäßig wertstabile Objekte in guten bis sehr guten Lagen. Anleger konnten zwischen drei unterschiedlichen Strategien mit jeweils abweichenden Umsetzungsvorhaben und Risikoprofilen wählen - „Core“, „Core Plus“ sowie „Value-Added“. Bei einem "Core-Investment" soll es sich um eine praktisch absolut sichere Anlage in langfristig an Nutzer bester Bonität vermietete Immobilien in hervorragender Lage handeln, bei "Core plus-Objekte" um langfristig vermietete Objekte außerhalb von Zentrallagen und "Value-Added-Objekte" um solche in guter Lage mit kürzeren Restlaufzeiten der Mietverträge oder Teilleerständen mit Aufwärtspotential. Eine Beteiligung war ab 10.000 GBP zzgl. 5 Prozent Agio möglich, wobei für Frühzeichner ein Bonus von 6 Prozent beworben wurde. Die Beteiligung war auf 8 bis maximal 10 Jahre mit einem Gesamtkapitalrückfluss von ca. 150 - 170 Prozent angelegt.

Die Situation

Bei dem Fonds IVG EuroSelect Balanced Portfolio UK kam es zu Schwierigkeiten. Die Zielfonds mussten ihre Zielsetzungen anpassen und die Renditeprognosen deutlich nach unten korrigieren. Gründe hierfür waren unter anderem der wirtschaftliche Abschwung und das hohe Volumen an Fertigstellungen. Die Ausschüttungen des Fonds EuroSelect Balanced Portfolio UK GmbH & Co. KG blieben dementsprechend deutlich hinter den Erwartungen zurück. Im Zuge der eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen wurde das Private-Funds-Management-Geschäft der IVG von der Deutsche Fonds Holding AG übernommen.

Mittlerweile finden sich in den Bilanzen Verluste in zweistelliger Millionenhöhe. Der Zielfonds AXA/IVG Greater London Fund (GLF) ist bereits pleite und wurde seitens der Bank im Rahmen einer Zwangsverwaltung verwertet. Trotz alledem sollen offenbar Ausschüttungen an die Gesellschafter vorgenommen worden sein, die nicht von Gewinnen gedeckt waren. Hier besteht ein enormes Risiko möglicher Rückforderung, etwa im Insolvenzfall. Anleger sollten nicht zögern und jetzt aktiv werden, da hinsichtlich etwaiger Ansprüche Verjährung droht.

Bereits mehrere deutsche Gerichte haben sich bereits mit Klagen zum IVG EuroSelect Balanced Portfolio UK GmbH & Co. KG befasst. Überwiegend ging es um die Frage der Aufklärung und Verkaufsprovisionen. Zu Gunsten der Anleger liegen hierzu inzwischen Urteile seitens der Landgerichte Köln, Hannover, Wuppertal sowie Frankfurt am Main vor.

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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