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BAC 14

BAC 14

  • Beteiligung: Life Trust Vierzehn GmbH & Co. KG
  • Anbieter: BAC Berlin Atlantic Capital AG
  • Kategorie: Lebensversicherungsfonds

Die Beteiligung an dem Lebensversicherungsfonds erfolgt über eine Beteiligung an einer KG, deren Unternehmensgegenstand "die Initiierung, der Erwerb, der Handel, das Halten und die Veräußerung von Lebensversicherungen in den USA" ist. Das aus Eigenmitteln zu finanzierende Investitionsvolumen beträgt 20 Mio. € und kann auf bis zu 50 Mio. € erhöht werden. Die Mindestbeteiligung beträgt 8.000 € – jeweils zzgl. 5 % Agio.

Bis Ende 2009 haben 1.048 Anleger etwa 23 Mio. Euro in den Fonds investiert. Der Fonds hat inzwischen seine Lebensversicherungspolicen über eine US-Beteiligungsgesellschaft hat  in einen Lebensversicherungspolicenpool (LTAP Life Trust Asset Pool LLLP) eingebracht. Da der LTAP seine Kreditverbindlichkeiten bei der US-Bank Wells Fargo nicht mehr bedienen konnte, hat diese die im LTAP gebündelten Lebensversicherungspolicen übernommen, darunter auch jene, die vom Fonds BAC Life Trust 14 eingebracht wurden. Die Anteile des LTAP sind damit faktisch wertlos. Für die Anleger des BAC Life Trust 14 droht folglich der Verlust ein Großteil ihres investierten Vermögens. Ob es überhaupt noch Rückflüsse geben wird, ist zweifelhaft.

Am 02.12.2012 hat das Landgericht Köln entschieden, dass ein Anleger von dem Berater Schadensersatz beanspruchen kann (Az. 21 O 40/12). Dem Anleger war im Frühjahr 2009 empfohlen worden, seine Lebensversicherung zu kündigen und in den BAC 14 zu investieren. Das Gericht stellte zwei gravierende Pflichtverletzungen fest. Der Anleger war nicht darüber informiert worden, dass er unter Umständen seine Ausschüttungen zurückzahlen muss. Auch hätte dem Anleger erklärt werden müssen, dass das Risiko besteht, dass die Fondsgesellschaft die Versicherungsprämien für die zu erwerbenden Lebensversicherungsverträge länger als prognostiziert zahlen muss, damit die Policen nicht verfallen. Dann nämlich kann der Fall eintreten, dass der Fonds hierfür nicht über ausreichend Liquidität verfügt. Dem Berater kam dabei auch nicht zugute, dass er dem Anleger den Prospektüber geben hatte. Denn diese Übergabe erfolgte erst im Unterschriftentermin und damit nach herrschender Rechtsprechung zu spät.

 

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