Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht 0551 29176220kanzlei@ra-jackwerth.de
Immobilienfonds
Schiffsfonds
Kreditgeschäfte
Ökofonds
Waldfonds
Windenergiefonds

PRORENDITA DREI GmbH & Co. KG - IDEENKAPITAL

Ideenakpital PRORENDITA 3 Britische Leben GmbH & Co. KG

Der Fonds

Die Anlagestrategie des im Jahre 2006 aufgelegten und platzierten Lebensversicherungsfonds Ideenkapital PRORENDITA DREI Britische Leben GmbH & Co. KG der Ideenkapital AG (seit 2011 Ideenkapital GmbH) aus Hamburg (zugehöriges Unternehmen der ERGO Versicherungsgruppe) sah die Beteiligung an einer englischen Gesellschaft vor, namentlich der PRORENDITA THREE Limited Partnership (LP) mit Sitz in Großbritannien. Der Zweck der Gesellschaft umfasste den Handel und die Verwaltung britischer Versicherungspolicen, welche zuvor auf dem Zweitmarkt erworben wurden.

Das Gesamtvolumen des Fonds belief sich auf ca. 145 Millionen Euro. Der Eigenkapitalanteil der rund 4000 Anleger machte davon rund 77 Millionen Euro aus, der Rest in Höhe von knapp 64 Millionen Euro wurde über Banken fremdfinanziert. Eine Beteiligung war ab 10.000 Euro möglich (zzgl. 5 Prozent Agio) und ein ordentliches Kündigen des Gesellschaftsvertrages war nicht vor 2021 vorgesehen.

Die Situation

Die geplanten Ausschüttungen des Fonds PRORENDITA DREI GmbH & Co. KG blieben Wunschdenken. Nicht nur wurde die Lebenserwartung der Versicherten falsch angesetzt, sondern ebenso veränderte sich die Lage auf den Kapitalmärkten zunehmend dahingehend, dass die Rückkaufswerte der Versicherungspolicen um 10 bis 20 Prozent nach unten korrigiert werden mussten. Durch die zusätzliche Verringerung der Schlussboni fielen die Ablaufleistungen der Lebensversicherungen außerdem deutlich niedriger als angesetzt aus. Die Wirtschaftskrise verschlechterte die bestehende Situation dann weiterführend.

Ohne die prognostizierten Gewinne konnten diese nicht in Form von Ausschüttungen an die Anleger weitergegeben werden. Ein Teil der Ausschüttungen die getätigt wurden, sind demnach nicht von Einnahmen gedeckt und hätten zur falschen Annahme führen können, der Fonds liefe wie geplant.

Bei Fonds, die sich in dieser Situation befinden, kommt es regelmäßig zu Problemen bei der Verlängerung der Fremdfinanzierung. Dann droht meist die Auflösung eines Teils des Policenportfolios, um der Beteiligungsgesellschaft frische Liquidität zu verschaffen und den Forderungen der Banken nachzukommen. Anleger müssen durch diese Schritte mit massiven Verlusten rechnen, da laut Schreiben der Fondsgeschäftsführung nicht mehr mit einer Erholung der Marktverhältnisse auf dem Zweitmarkt für britische Lebensversicherungen zu rechnen ist.

Die Anteile des Ideenkapital PRORENDITA DREI GmbH & Co. KG werden auf deutschen Zweitmarktplattformen nur noch zu einem Bruchteil gehandelt.

In einem aktuellen Rechtsstreit eines Anlegers mit der Sparkasse KölnBonn wurde die Bank vom Landgericht zur Zahlung von Schadensersatz und entgangenem Gewinn verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Kontakt aufnehmen Informationen zur Erstbewertung
Startseite » Fonds » Lebensversicherungsfonds » PRORENDITA DREI GmbH & Co. KG - IDEENKAPITAL
© 2018 JACKWERTH RECHTSANWÄLTE. Impressum Datenschutz