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WealthCap Life Britannia 1

HVBFF Life Britannia GmbH & Co. Erste KG

Der Fonds

Die Emission des Fonds WealthCap Life Britannia 1 erfolgte in den Jahren 2006 und 2007. Emissionshaus des Fonds ist die Wealth Management Capital Holding GmbH (WealthCap) und damit eine hundertprozentige Tochterfirma der HypoVereinsbank AG mit Sitz in München. Das Gesamtinvestitionsvolumen betrug 126 Millionen Euro, wovon 80 Millionen Euro als Kommanditkapital von 4.647 Anlegern eingenommen wurden.

Geworben wurden Anleger vor allem mit den guten Eckdaten des Fonds und den niedrigen Weichkosten des Lebensversicherungsfonds. Auch sei der Markt für britische Lebensversicherungen auch im Vorfeld bereits ein Garant für gute Renditen gewesen. Ferner sei darauf geachtet worden, konservative Investitionskriterien anzusetzen und überwiegend Produkte mit gutem Rating zu erwerben.

Die Anleger sollten anfangs Ausschüttungen von 2 Prozent erhalten, die dann bis zum Jahre 2020 auf 38,4 Prozent ansteigen sollten. Eine Beteiligung war bereits ab 10.000 Euro (kein Agio) möglich. Das Laufzeitende des Fonds wurde auf den 31.12.2020 bei einer Gesamtauszahlung von insgesamt 209 Prozent festgesetzt.

Die Situation

Die angesetzten Renditeprognosen des Fonds HVBFF Life Britannia GmbH & Co. Erste KG blieben für die Anleger reines Wunschdenken. Wie viele seiner Art, geriet der Lebensversicherungsfonds zunehmend in finanzielle Schieflage. Obwohl die Versicherungspolicen günstiger als angenommen erworben werden konnten, hat sich inzwischen herausgestellt, dass die Kalkulationen nicht aufgegangen sind. Grund ist unter anderem, dass die Schlusszahlungen erheblich herabgesetzt werden musste und der Rückkaufwert der Versicherungspolicen dadurch entsprechend gesunken ist.

Forciert wird diese Situation regelmäßig dadurch, dass - anders als bei Lebensversicherungen in Deutschland - die Versicherungsunternehmen berechtigt sind, das eingezahlte Kapital weit überwiegend in Aktien zu investieren. Dadurch sind Lebensversicherungsfonds, die als Basis den britischen Lebensversicherungsmarkt haben, wesentlich stärker abhängig von der Entwicklung auf den Kapitalmärkten.

Aufgrund der kritischen Lage hat die Fondsverwaltung Ausschüttungen gänzlich ausgesetzt. Anleger müssen mit gravierenden Verlusten rechnen, da nach Experten nicht mit einer Erholung der Marktverhältnisse auf dem Zweitmarkt für britische Lebensversicherungen zu rechnen ist. Im schlechtesten Fall droht sogar der Totalverlust der Einlage.

Die Anteile des WealthCap HVBFF Life Britannia 1 werden auf der Plattform www.zweitmarkt.de nur noch mit geringem Wert gehandelt. Die letzte Transaktion wurde am 18.01.2017 zu 18 Prozent verbucht.

Das Oberlandesgericht Celle hat einer Anlegerin wegen unzureichender Anlageberatung die Rückabwicklung bezüglich eines britischen Lebensversicherungsfonds zugebilligt (Urteil vom 18.12.2013, Az. 3 U 182/13).

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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