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ATLANTIC TWINFONDS – MS BENEDICT SCHULTE & MS BENJAMIN SCHULTE

MS “BENJAMIN SCHULTE” Shipping GmbH & Co. KG & MS “BENEDICT SCHULTE” Shipping GmbH & Co. KG

Der Fonds

Der Schiffsfonds MS “BENJAMIN SCHULTE” Shipping GmbH & Co. KG wurde zusammen mit dem Schiffsfonds MS “BENEDICT SCHULTE” Shipping GmbH & Co. KG im Jahr 2008 aufgelegt und 2010 platziert. Die beiden Fonds wurden als sogenannte Twinfonds vom Emissionshaus Atlantic konzipiert. Die Zeichnungssumme betrug insgesamt mindestens 15.000 Euro zuzüglich 5% Agio. Für die beiden Einschiffsgesellschaften sollten 104 Millionen Euro (inklusive Agio) eingesammelt werden, wovon 38 Millionen Euro als Eigenkapitalanteil der Anleger veranschlagt wurden. Der Rest in Höhe von rund 62 Millionen Euro sollte durch Fremdkapital gestellt werden. Kalkuliert wurde am Ende der Vertragslaufzeit mit einem Gesamtrückfluss von über 250% des eingesetzten Kapitals. Als erster ordentlicher Kündigungstermin des Gesellschaftsvertrages war im Prospekt der 31. Dezember 2027 vorgesehen.

Die Situation

Trotz der weltweiten Krise, die in der Schifffahrt unentwegt vorherrscht, haben die beiden Einschiffsgesellschaften anfänglich die angestrebten Ziele einhalten können. Die Situation der Schiffe war damals durch Festcharterverträge gesichert, die seit Inbetriebnahme der Schiffe liefen. Nach dem Auslaufen der Charterverträge mussten sich die Schiffe nun allerdings neue Beschäftigung suchen. Die Auftragslage war jedoch schlecht. Aufgrund eines Überangebots an Schiffen und niedrigen Charterraten konnten keine rentablen Anschlussverträge abgeschlossen werden. Die problematische Entwicklung des Schiffsmarktes ließ daher auch die beiden Fonds MS “BENJAMIN SCHULTE” Shipping GmbH & Co. KG und MS “BENEDICT SCHULTE” Shipping GmbH & Co. KG nicht unberührt. Die Fonds gerieten zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten und die Ausschüttungen bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. Für die Einschiffsgesellschaft MS „BENEDICT SCHULTE“ ist im Januar 2016 das vorläufige Insolvenzverfahren am Amtsgericht Lüneburg eröffnet worden. Anleger sehen sich daher aktuell vom vollständigen Verlust ihrer Einlage bedroht.

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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