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Castor Twinfonds MS „KAMPEN“ & MS „KEITUM”

MS „KAMPEN” GmbH & Co. KG & MS „KEITUM” GmbH & Co. KG

Der Fonds

Die Castor Kapital GmbH & Co. KG platzierte im Jahre 2007 den Schiffsfonds Twinfonds MS „KAMPEN“ / MS „KEITUM”. Anleger beteiligen sich zu jeweils 50 % an den Kommanditgesellschaften MS „KAMPEN” GmbH & Co. KG und MS „KEITUM” GmbH & Co. KG und damit an zwei Mehrzweckfrachtern des Baujahres 2001. Das Gesamtinvestitionsvolumen der Schiffsfonds belief sich auf 35,7 Millionen Euro. Der Eigenkapitalanteil machte davon ca. 15,7 Millionen Euro aus. Der Rest wurde in Höhe von rund 20 Millionen Euro fremdfinanziert.

Laut Beteiligungsprospekt war das Laufzeitende für den 31.12.2024 vorgesehen. Bis dahin sollten 240% des Beteiligungsbetrags an die Investoren ausgezahlt werden. Insgesamt waren damit Ausschüttungen in Höhe von ca. 7,4 % p.a. und ein Vermögenszuwachs von ca. 135 % geplant.

Eine Kündigung ist für beide Gesellschaften mit einer Frist von 6 Monaten erstmals zum 31. Dezember 2024 möglich.

Die Situation

Auch dieser Fonds konnte der aktuellen Krise, in der sich die Schifffahrt befindet, nicht standhalten. Durch die problematische Entwicklung dieses Marktsegments hatte der Schiffsfonds wachsende Probleme, die aufgestellten Kalkulationen einzuhalten. Ausgelöst wurde diese Entwicklung unter anderem durch den anfangs noch boomenden Markt, was in jüngster Zeit zu einem Überangebot an Schiffen und sinkenden Charterraten führte. Dementsprechend mussten die Anleger des Twinfonds MS „KAMPEN“ & MS „KEITUM“ bereits mehrfach auf versprochene Ausschüttungen verzichten.

Am 03.01.2014 leitete dann das Amtsgericht Tostedt das vorläufige Insolvenzverfahren ein. Mit dieser Maßnahme steht für Anleger der Totalverlust ihrer Einlage im Raum.

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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