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CONTI 174. Schifffahrts Bulker MS CONTI ALMANDIN

CONTI 174. Schifffahrts GmbH & Co. Bulker KG MS CONTI ALMANDIN

Der Fonds

Der Schiffsfonds CONTI 174. Schifffahrts GmbH & Co. Bulker KG MS CONTI ALMANDIN hat laut Beteiligungsprospekt vom 07.07.2010 der CONTI REEDEREI Management GmbH & Co. Konzeptions KG ein Gesamtinvestitionsvolumen von 39,15 Millionen Euro. Anleger haben bei dem MS „CONTI ALMANDIN“ in einen Supramax-Bulker mittlerer Größe ca. 15 Millionen Euro investiert. Der restliche Betrag wurde über ein Schiffshypothekendarlehen finanziert. Die Bauwerft des Tankers ist Jiangsu Hantong Ship Heavy Industry Co. Ltd., China. Für die Bereederung war die BBG Bremer Bereederungsgesellschaft mbH & Co. KG vorgesehen. Die Mindestbeteiligungssumme lag bei 25.000 Euro. Ausschüttungen wurden mit 7% pro Jahr ansteigend bis auf 17% pro Jahr prognostiziert. Der erwartete Gesamtmittelrückfluss nach 14 Jahren wurde mit 201% angegeben. Die Beteiligung ist erstmals mit einer Frist von 6 Monaten zum 31.12.2024 kündbar.

Die Situation

Der Supramax-Bulker MS "CONTI ALMANDIN" wurde am 03.12.2010 abgeliefert. Für den Bulker war ein 12-jährigen Chartervertrag mit der STX Pan Ocean, Südkorea, vereinbart. Aufgrund von Liquiditätsengpässen musste der Charterer allerdings im Juni 2013 Gläubigerschutz beantragen. Nach Kündigung des Chartervertrages kann das Schiff laut Geschäftsbericht nur auf dem Spotmarkt bzw. für kürzere Perioden verchartert werden. Daraus ergaben sich zum Nachteil des Schiffes sogenannte Off-Hire-Tage, also Tage an denen das Schiff nicht verchartert werden konnte. Erschwerend kommt hinzu, dass die Schiffsbetriebskosten deutlich über den im Prospekt veranschlagten Werten liegen. Der Fonds ist daher schwer angeschlagen. Die Ausschüttungen des Fonds MS "CONTI ALMANDIN" blieben weit hinter den Erwartungen zurück und wurden zeitweise sogar vollständig ausgesetzt, um eine notwendige Liquiditätsreserve zu bilden. Von den prospektierten 26,7% sind aktuell lediglich 16,2% an die Anleger ausgezahlt worden.

Ob sich der Fonds gänzlich erholen wird, ist in Anbetracht der allgemein schwierigen Lage des Marktes ungewiss. Problematisch stellen sich vor allem die eher schwächere Nachfrage nach Ladekapazitäten, ein generelles Überangebot an Schiffen sowie niedrige Charterraten dar. Eine Beruhigung der Krise ist nicht in Sicht. Viele der Schiffsfonds haben außerdem mit Bezug auf ihr Fremdkapital mit negativen Wechselkursentwicklungen zu kämpfen.

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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