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CONTI 58. MS CONTI DAPHNE

CONTI 58. Schifffahrts GmbH & Co. KG MS CONTI DAPHNE

Der Fonds

Der 2008 aufgelegte Schiffsfonds CONTI 58. Schifffahrts GmbH & Co. KG MS „CONTI DAPHNE“ hat laut Beteiligungsprospekt der CONTI REEDEREI Management GmbH & Co. Konzeptions KG ein Gesamtinvestitionsvolumen von ca. 46 Millionen Euro. Anleger haben bei der MS „CONTI DAPHNE“ in ein kleineres Containerschiff ca. 24 Millionen Euro investiert. Der restliche Betrag wurde über ein Schiffshypothekendarlehen (14,5 Millionen US Dollar + 1,6 Millionen japanische Yen) finanziert. Die Bauwerft des Schiffes ist die Aker MTW Werft GmbH, Wismar. Für die Bereederung war die NSB Niederelbe Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Buxtehude vorgesehen. Der Fonds bot die beiden Beteiligungsformen CONTI CLASSIC und CONTI VARIO an. CONTI CLASSIC sah hohe Ausschüttungen pro Jahr zwischen 6 bis 17 Prozent vor. CONTI VARIO sollte fixe Ausschüttungen p.a. in Höhe von 5% bei voller Einlagenrückzahlung bringen. Der Gesamtmittelrückfluss wurde mit ca. 201% angegeben.

Die Situation

Das Containerschiff "CONTI DAPHNE" war bis März 2015 an die Greencompass Marine, Panama, verchartert und wurde im März 2015 für 14,93 Millionen US-Dollar an die MS Lousiana Trader GmbH & Co. KG, Bremen, verkauft. Aus dem Geschäftsbericht geht hervor, dass der Verkaufserlös kleiner war als die Verbindlichkeiten. Damit steht keine Liquidität für Ausschüttungen an die Gesellschafter zur Verfügung. Das bedeutet für die Anleger der MS "CONTI DAPHNE" einen wirtschaftlichen Totalverlust ihrer Kapitalanlage.

Problematisch stellten sich vor allem die eher schwächere Nachfrage nach Ladekapazitäten, ein generelles Überangebot an Schiffen sowie niedrige Charterraten dar. Hier hat sich die Krise, in der die Schifffahrt steckt, vollends niedergeschlagen. Der Fonds MS "CONTI DAPHNE" hatte außerdem - wie viele seiner Art - mit Wechselkursschwankungen zu kämpfen. Die finanzierende Bank (KfW Bank AG) hat auf Grund dieser Entwicklung ihr Recht auf Sondertilgungen und Zusatzsicherheiten geltend gemacht.

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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