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HCI Capital EUROLINER II

HCI EUROLINER II

Der Fonds

Der im Emissionsjahr 2007 platzierte Schiffsfonds Euroliner II (Euroliner 2) der HCI Capital Gruppe investierte in die beiden Feedermax-Containerschiffe MS „Jork Ruler“ und MS „Jork Reliance“. Das Gesamtvolumen des zu investierenden Kapitals für die beiden Schiffe betrug rund 36 Millionen Euro, wovon ungefähr 11,7 Millionen Euro Fremdkapital darstellten. Die Mindestzeichnungssumme betrug 10.000 Euro zzgl. 5% Agio. Eine Kündigung der Beteiligung war erstmals zum 31. Dezember 2023 vorgesehen. Die Gesamtausschüttung wurde für Vorzugskommanditisten in Höhe von 201% sowie für Standardkommanditisten in Höhe von ca. 240% prognostiziert.

Die Situation

Durch die problematische Entwicklung des Schiffsmarktes und die generelle Krise in der Schifffahrt geriet der Fonds zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten. Ausgelöst wurde diese Entwicklung unter anderem durch den boomenden Markt, was zu einem Überangebot an Schiffen und sinkenden Charterraten führte.

Die Anleger des HCI Euroliner II mussten durch die eingetretene Situation bereits wiederholt auf Ausschüttungen verzichten. Die daraufhin eingeleiteten Sanierungskonzepte blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück. Für beide Einschiffsgesellschaften MS „Jork Reliance“ Bernd Becker GmbH & Co. KG und MS „Jork Ruler“ Bernd Becker GmbH & Co. KG wurde inzwischen sogar das Insolvenzverfahren eröffnet.

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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