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HCI Capital SHIPPING SELECT XVII

HCI CAPITAL HCI SHIPPING SELECT XVII

Der Fonds

Der im Jahre 2006 platzierte Schiffsfonds HCI Shipping Select XVII der HCI Capital AG sah, vor in fünf Einschiffgesellschaften vier verschiedener Marktsegmente zu investieren. Namentlich in das Containerschiff MS „Beluga Majesty“, das Mehrzweckfrachtschiff MS „Emily C“, zwei Massengutschiffe MS „Stadt Solingen“ und MS „Lake St. Clair“ sowie in einen Doppelhüllenrohöltanker MS „Hellespont Triumph“. Dem Prospekt nach beläuft sich das Gesamtinvestitionsvolumen auf rund 142 Millionen Euro. Das Emissionskapital stellt 47.800.000 Euro dar. Eine Zeichnung war ab 15.000 Euro zzgl. 5% Agio möglich. Die Einzahlung erfolgte prozentual zwischen 2006 und 2007. Der prognostizierte Gesamtmittelrückfluss vor Steuern wurde mit 227,53% kalkuliert.

Die Situation

Ausschüttungen betrugen bis heute lediglich einen Bruchteil des kalkulierten Betrages. Nach kleineren Problemen, bedingt durch einen Maschinenschaden der Lake St. Clair, sind im weiteren Verlauf nun zwei der fünf Schiffsfonds insolvent. Trotz intensiver Restrukturierungsbemühungen bei der HR MAJESTY sowie der Hellespont Triumph musste für beide Gesellschaften Insolvenz angemeldet werden. Während die Emily C und die Stadt Solingen 2012 ihre planmäßigen Jahrestilgungen erbringen konnten, musste die Lake St. Clair aufgrund des niedrigen Charterratenniveaus zwei Quartalstilgungsraten aussetzen. Ob sich der Fonds erholen wird, ist angesichts der Marktlage sowie niedriger Charterraten ungewiss.

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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