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HCI SHIPPING SELECT 28

AUCH: HCI CAPITAL SHIPPING SELECT XXVIII

Der Fonds

Der im Jahre 2008 aufgelegte Dachfonds HCI Shipping Select 28 der HCI Capital AG hatte den Zweck, in verschiedene Zielfonds im Bereich der Schifffahrt zu investieren. Geplant war laut Prospekt die Beteiligung an sechs Einschiffgesellschaften:

  • Hellespont Trust
  • Hellespont Commander
  • Hellespont Crusader
  • Pavian
  • Beluga Facility
  • Beluga Frequency

Wirtschaftlich aktiv sein sollten die Schiffe im Bereich der Sektoren Öl, Chemikalien, Massengüter sowie der Schwergutfracht. Geworben wurde unter anderem mit den niedrigen Einkaufspreisen der Schiffe, die nach Angaben des Fonds teilweise deutlich unter dem Wertgutachten liegen würden.

Das Gesamtinvestitionsvolumen des Fonds wurde mit rund 70 Millionen Euro angegeben. Eine Beteiligung war ab 10.000 Euro zzgl. 5 Prozent Agio möglich. Die prognostizierte Rendite wurde auf 7 bis 12 Prozent p.a. Jahr festgelegt. Der Verkauf des Schiffes sollte eine Abschlussausschüttung in Höhe von 89 Prozent einbringen, so dass der Gesamtmittelrückfluss des Fonds am Ende (im Jahre 2025) stattliche 231 Prozent betragen würde.

Die Situation

Nach dem Start des Fonds - mit einem Fondsvolumen, welches mit rund 40 Millionen deutlich niedriger war als angesetzt – kam es zu gravierenden Problemen. Alle der finanzierten Gesellschaften wurden von der anhaltenden Krise, in der sich die Schifffahrt nach wie vor befindet, erfasst. Auf Grund dieser Entwicklung hatte der Dachfonds HCI SHIPPING SELECT 28 zunehmend finanzielle Schlagseite. Mittlerweile sind fünf der sechs Schiffsgesellschaften insolvent. Lediglich die Gesellschaft des Bulkers „Pavian“ musste noch kein Insolvenzverfahren beantragen. Die geplanten Ausschüttungen wurden daher ausgesetzt. Anlegern drohen somit hohe finanzielle Verluste bis hin zum Totalverlust.

Anleger sollten das eingesetzte Kapital nicht frühzeitig abschreiben und jetzt aktiv werden, da gegebenenfalls Ansprüche gegen Berater und Bank bestehen.

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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