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HCI SHIPPING SELECT XV

HCI Capital Shipping Select XV

Der Fonds

Der im Jahre 2005 aufgelegte Dachfonds HCI Shipping Select XV der HCI Capital AG hatte zum Ziel, in verschiedene Zielfonds im Bereich der Schifffahrt zu investieren. Geplant war laut Prospekt die Beteiligung an drei Containerschiffen, zwei Mehrzweckfrachtschiffen, einem Massengutschiff sowie einem Gastankschiff. Das Gesamtinvestitionsvolumen des Fonds wurde im Prospekt mit 167 Millionen Euro ausgewiesen. Zur Aufbringung dieses Betrages war eine Fremdfinanzierung in Höhe von ca. 107 Millionen Euro vorgesehen. Die restlichen 60 Millionen Euro sollten in Form von Eigenkapital der Anleger eingebracht werden. Der Fremdkapitalanteil machte demnach über 60 Prozent der gesamten Investition aus. Den Anlegern wurde ein Kapitalmittelrückfluss in Höhe von 232,3 Prozent bei einer durchschnittlichen Vermögensmehrung von 8,39 Prozent p.a. nach Steuern prognostiziert. Die Laufzeit der Beteiligung ist mit 15 Jahren angegeben worden.

Die Situation

Die finanzierten Gesellschaften (Schiffsfonds) und ihre Schiffe (MS Apulia, MS Marcatania, MS Helmuth Rambow, MS Jil C, MS Beluga Revolution, MS Pacific Castle, MS GasChem Snow) wurden von der andauernden Krise der Schifffahrt erfasst und gerieten zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten. Ausgelöst wurden diese Schwierigkeiten überwiegend durch die problematische Entwicklung des Schiffsmarktes mit einem Überangebot an Schiffen und sinkenden Charterraten. Um die fehlenden Gewinne auszugleichen, wurden daraufhin die Ausschüttungen zunächst reduziert und dann gänzlich ausgesetzt. Es kam im weiteren Verlauf zum Verkauf des Schiffes MS Pacific Castle und kurze Zeit später, auf Grund von Zahlungsunfähigkeit, zur Stellung des Insolvenzantrags seitens der MS MarCatania. Auch die MS Hammonia Revolution (ehemals MS Beluga Revolution) sowie die MS Jill C mussten nach gescheiterten Sanierungskonzepten im Jahre 2015 verkauft werden. Anleger des HCI Shipping Select XV mussten daher bereits auf einen großen Anteil prognostizierter Ausschüttungen verzichten.

Die Verkäufe tragen zwar die laufenden Kosten der Fonds, sollten allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass es in Anbetracht der Marktlage weiterhin schlecht um den Dachfonds bestellt ist. Bei einem Verkauf der restlichen Schiffe drohen den Anlegern in der Regel massive Verluste - bis hin zum Totalverlust der Einlage, da im Rahmen dieses Prozesses zunächst die das Fremdkapital stellenden Banken bedient werden und für die Anleger häufig nichts mehr übrig bleibt.

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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