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HSC Aufbauplan VII Schiff

Schiffsfonds HSC Aufbauplan VII Schiff GmbH & Co. KG (auch: Aufbauplan 7 Schiff)

Der Fonds

Der von der HCI Capital AG (mittlerweile Ernst Russ AG) aufgelegte Schiffsfonds wurde im Jahre 2009 geschlossen. Anleger konnten sich unter anderem mit einer Ratenzahlung beteiligen, wobei die Mindestzeichnungssumme 7.500 Euro betrug. Es sollte ein Kapitalrückfluss von insgesamt rund 211 Prozent erreicht werden. Das Ende des Fonds wurde auf das Jahr 2027 festgelegt. Zur Risikostreuung sollte in verschiedene Zielfonds verschiedener Schiffstypen - wie unter anderem Rohstofftransporter, Mehrzweckfrachtschiffe sowie Containerschiffe unterschiedlicher Größenklassen - investiert werden.

Die Situation

Der Fonds konnte der aktuellen Krise, in der sich die Schifffahrt weiterhin befindet, nicht standhalten. Durch die problematische Entwicklung dieses Marktsegments hatten die Zielfonds wachsende Probleme, die aufgestellten Kalkulationen einzuhalten. Ausgelöst wurde diese Entwicklung unter anderem durch den anfangs noch boomenden Markt, was zu einem Überangebot an Schiffen und sinkenden Charterraten führte. Dementsprechend mussten die Anleger des Aufbauplan VII Schiff auf versprochene Ausschüttungen verzichten.

Ausschüttungen an die Anleger sollten erstmals im Jahr 2014 für die Vermögensanlagen HSC Aufbauplan Schiff I und HSC Aufbauplan IV Schiff erfolgen. Für die anderen Vermögensaufbaupläne war geplant, Ausschüttungen sukzessive in den folgenden Jahren einzuleiten.

Bis jetzt hat der Aufbauplan VII Schiff allerdings noch keine Ausschüttungen vorgenommen und für das Jahr 2017 soll sich daran leider nichts ändern. Laut Branchenkreisen ist in naher Zukunft auch nicht mit einer Entspannung der Marktsituation zu rechnen. Viele Schiffe haben aktuell sogar Probleme ihre Betriebskosten zu decken. Für die betroffenen Anleger ist das ein desaströses Ergebnis, das im schlechtesten Fall bis hin zum Totalverlust reicht.

Im Dezember 2015 hat das Landgericht Köln einer Anlegerin Schadensersatz gegenüber einer Sparkasse zugesprochen, da der Anlegerin die bestehenden Risiken nur unzureichend erläutert wurden. Daher sollten Anleger, die sich nicht ausreichend über die Risiken einer solchen Beteiligung aufgeklärt fühlen, schnellstmöglich eine fachanwaltliche Beratung einholen, da sonst mögliche Ansprüche verfallen.

Auf der Plattform www.zweitmarkt.de wurde der Aufbauplan VII Schiff zuletzt am 08.06.2017 nur noch mit lediglich 2,50 Prozent des Nominalwertes gehandelt.

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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