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HT - Flottenfonds IV

HT - Flottenfonds IV (Hansa Treuhand-Gruppe)

Der Fonds

Der ab 2006 zeichnungsfähige HT-Flottenfonds IV investierte über die Hansa Treuhand-Gruppe direkt in drei Beteiligungsgesellschaften - der „HS ALCINA“ zu 46 Prozent, sowie der „HS ONORE“ und der „HS OCEANO“ zu jeweils 27 Prozent. Das Gesamtinvestitionsvolumen des Dachfonds belief sich auf rund 60 Millionen Euro. Die gesamte Summe sollte vollständig in Form von Eigenkapital aufgebracht werden. Geplant war ein Gesamtmittelrückfluss von über 200 Prozent nach der Veräußerung des Schiffes im Jahre 2025.

Die Situation

Durch die problematische Entwicklung des Schiffsmarktes und die generelle Krise in der Schifffahrt gerieten die finanzierten Fonds zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten. Ausgelöst wurde diese Entwicklung unter anderem durch den boomenden Markt, was zu einem gravierenden Überangebot an Schiffen und absinkenden Charterraten führte. Dem Geschäftsbericht des Flottenfonds IV war ein Rückstand von kumulierten 21,83 % der Soll-Ausschüttungen zu entnehmen. Die Anleger des Schiffsfonds HT-Flottenfonds IV mussten also zum erheblichen Teil auf Ausschüttungen verzichten. Ob sich die Situation des Fonds verbessern wird, ist ungewiss. Kurzfristig kann vermutlich nicht mit einer Erholung der Märkte im Bereich der Schifffahrt gerechnet werden. Sollte es zu einer Auflösung des Fonds kommen, drohen den Anlegern in der Regel massive Verluste, da sich die Verkaufswerte der Schiffe durch die aktuelle Entwicklung häufig anders darstellen als ursprünglich kalkuliert.

Das Landgericht München sprach einer Anlegerin des HT-Flottenfonds IV am 02.07.2014 Schadensersatz gegenüber der vermittelnden Bank zu. In dem Verfahren ging es unter anderem um die gewährten Provisionen, von denen der Anleger keine ausreichende Kenntnis hatte.

Anteile des HT-Flottenfonds IV wurden auf der Plattform www.zweitmarkt.de zuletzt am 07.10.2015 nur noch zu 15 Prozent der ursprünglichen Einlage gehandelt.

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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