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OwnerShip Tonnage VI

MS „Nicola“ Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG

Der Fonds

Der im Emissionsjahr 2006 platzierte Schiffsfonds „OwnerShip Tonnage VI“ investierte in das Containerschiff MS Nicola (MS „Nicola“ Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG). Das Fertigstellungsjahr des Schiffes war 2006. Die Übernahme durch die Schifffahrtsgesellschaft fand im Februar 2006 statt. Die Vercharterung wurde mit der Beluga Chartering GmbH, Bremen, ausgehandelt. Das Gesamtinvestitionsvolumen des Schiffsfonds belief sich auf 24,5 Millionen Euro. Der Eigenkapitalanteil machte davon ca. 10 Millionen Euro aus. Der Rest wurde in Höhe von rund 14 Millionen Euro fremdfinanziert.

Geplant waren Ausschüttungen in Höhe von ca. 8 % p.a., die auf bis zu 10 % p.a. angehoben werden sollten. Am Ende der regulären Laufzeit des Fonds soll im Jahre 2020 nochmal eine Ausschüttung in Höhe von 11 % p.a. sowie im Jahre 2021 in Höhe von 90,2 % p.a. (Verkauf des Schiffes) erfolgen. Damit versprach der Fonds einen Gesamtmittelrückfluss von rund 217 %.

Die ordentliche Kündigung der Gesellschaftsverträge ist erstmals zum 31. Dezember 2021 möglich.

Die Situation

Anfangs konnte der Fonds die prognostizierten Ausschüttungen noch einhalten. Durch die problematische Entwicklung des Schiffsmarktes und die Krise in der Schifffahrt hatte der Schiffsfonds jedoch wachsende Probleme die aufgestellten Kalkulationen einzuhalten. Ausgelöst wurde diese Entwicklung unter anderem durch den boomenden Markt, was zu einem Überangebot an Schiffen und sinkenden Charterraten führte. Dementsprechend mussten die Anleger des Schiffsfonds OwnerShip Tonnage VI („MS Nicola“) bereits wiederholt auf versprochene Ausschüttungen verzichten.

Als dann im weiteren Verlauf auch noch der Charterer mit seinen beiden Unternehmen Beluga Chartering GmbH sowie der Beluga Shipping GmbH Insolvenzanträge stellte, verschärfte sich diese Situation zunehmend. Die Fondsgesellschaft kündigte daraufhin den Chartervertrag mit der Beluga Chartering GmbH fristlos, um daraus (möglicherweise) entstehende Nachteile für die Gesellschaft abzuwenden. Bei den Charterraten haben sich Außenstände von 479.000 Euro angehäuft. Der daraufhin geplante Befrachtungs- und Einnahmepool für die verschiedenen Schifffahrtsgesellschaften seitens OwnerShip sollte langfristig eine gewisse finanzielle Erholung bringen. Dieses Konzept konnte jedoch nicht umgesetzt werden und läuft nun abgeändert unter dem Namen German Project Carriers Einnahme- und Beschäftigungspool an.

Ob der Fonds seinen Rückstand aufholen kann, ist überaus ungewiss und sollte kritisch betrachtet werden, da mit einer Entspannung des Marktes aktuell nicht gerechnet werden kann. Im schlechtesten Fall drohen den Anlegern dieser unternehmerischen Beteiligung massive Verluste.

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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