Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht 0551 29176220kanzlei@ra-jackwerth.de
Immobilienfonds
Schiffsfonds
Kreditgeschäfte
Ökofonds
Waldfonds
Windenergiefonds

LLOYD-FONDS LF 70 Flottenfonds X

LF 70 FLOTTENFONDS X

Der Fonds

Der im April 2006 gestartete Schiffsfonds „Flottenfonds X“ der Lloyd Fonds AG sah vor in zwei neue Vollcontainerschiffe aus der Produktionswerft Hanjin Heavy Industries Co. Ltd.zu investieren. Die Schiffe MS „NEWARK“ und MS „MIAMI“ sollten Dezember 2006 und Januar 2008 übergeben werden. Die Charterhöhe der Anfangsbeschäftigung der MS „NEWARK“ sollte 25.950,- US Dollar pro Tag und die der MS „MIAMI“ 31.875,- US Dollar pro Tag betragen. Die Mindestbeteiligung betrug 15.000,- Euro sowie 5% Agio. Auszahlungen sollten insgesamt 234% betragen (inklusive Veräußerungserlösen). Der Fonds war auf eine Laufzeit von ungefähr 19 Jahren angelegt. Das Gesamtvolumen wurde mit 130 Millionen Euro beziffert, wovon rund 76 Millionen Euro Fremdkapital ausmachen sollten.

Die Situation

Anleger des Flottenfonds X erhalten keine Ausschüttungen mehr. Ferner liegt nach unserer Auffassung ein Konzeptionsfehler vor. Die vorgesehene Verbreiterung des Panamakanals wird die - dann ehemaligen - Panamax-Schiffe MS „MIAMI“ und MS „NEWARK“ in eine missliche Lage bringen, da dann noch größere Schiffe mit deutlich geringeren Slot-Kosten die gleiche Route befahren können. Dies wird sich angesichts der sowieso schon problematischen Marktlage vermutlich zunehmend negativ auf den Marktwert und die Charterraten auswirken. Die sog. 105% -Klausel, für die das Verhältnis zwischen dem Wert des Darlehens und dem Wert des zu finnazierenden Schiffs von Bedeutung ist, erschwert die Lage der Schiffe indes weiter. Denn ein großer Teil des Kapitals wurde als Fremdkapital veranschlagt. Dies ist besonders dann von Bedeutung, wenn die zur Finanzierung in Fremdwährung aufgenommenen Kredite Wechselkursschwankungen unterliegen.

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Kontakt aufnehmen Informationen zur Erstbewertung
Startseite » Fonds » Schiffsfonds » LLOYD-FONDS LF 70 Flottenfonds X
© 2018 JACKWERTH RECHTSANWÄLTE. Impressum Datenschutz