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LLOYD-FONDS LF 75 MS „ALMATHEA“

LF 75 MS „ALMATHEA“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG

Der Fonds

Der im Emissionsjahr 2007 platzierte Schiffsfonds LF 75 MS „ALMATHEA“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG der Lloyd Fonds AG investierte in das Vollcontainerschiff MS „ALMATHEA“. Das Investitionsvolumen betrug nach Plan ca. 49 Millionen Euro. Davon wurden 18,3 Millionen Euro in die Schiffe investiert, das Fremdkapital sollte ca. 29 Millionen Euro ausmachen. Die Mindestbeteiligungssumme war 10.000 Euro zuzüglich 5% Agio. Der Planung nach sollte der Fonds eine Laufzeit von ca. 19 Jahren bis Ende 2025 haben. Die Auszahlungen wurden insgesamt mit 242,2% prognostiziert.

Die Situation

Durch die problematische Entwicklung des Schiffsmarktes und die generelle Krise in der Schifffahrt geriet der Fonds zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten. Die Einnahmen des Schiffs konnten die Schiffsbetriebskosten und das zu bedienende Fremdkapital nicht mehr abdecken. Im weiteren Verlauf erfolgte der Verkauf des Vollcontainerschiffes. Das Ergebnis des Verkaufs führte lediglich zu einer Rückzahlung an die Anleger in Höhe von 1% der Beteiligungssumme. Damit ist hier der Totalverlust eingetreten. Diese Entwicklung kam nicht überraschend. Bereits vor Auflage des Fonds wurden Stimmen laut, die vor Überkapazitäten - bedingt durch den boomenden Markt - warnten. Auch der geplante Ausbau des Panamakanals musste zu einer folgenreichen Veränderung für viele Containerschiffe führen und konnte die Investitionen in diesem Bereich bedrohen.

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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