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LLOYD-FONDS LF 81 Schiffsportfolio III

LLOYD FONDS 81

Der Fonds

Der im Emissionsjahr 2007 platzierte LLOYD Fonds 81 - Schiffsportfolio III investierte in die Einschiffgesellschaften MS „LAS VEGAS“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, MS „LLOYD DON PASCUALE“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG sowie in die zweite MS „SOFIA SCHULTE“ Shipping GmbH & CO. KG. Der Fonds erwarb Vollcontainerschiffe, die in den Jahren 2007 und 2008 gebaut wurden. Das Investitionsvolumen betrug rund 194 Millionen Euro, wovon nur lediglich circa 71 Millionen Euro als Eigenkapital direkt von den Anlegern eingebracht wurden. Ungefähr 120 Millionen Euro wurden somit fremdfinanziert. Eine Beteiligung war ab 10.000 Euro zzgl. 5 % Agio möglich. Die prognostizierten jährlichen Ausschüttungen sollten von 3 % im Jahre 2008 auf bis zu 20 % im Jahre 2025 ansteigen. Der gesamte Kapitalmittelrückfluss wurde mit circa 229 % angegeben.

Die Situation

Durch die problematische Entwicklung des Schiffsmarktes und die generelle Krise in der Schifffahrt gerieten die Gesellschaften zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten. Ausschüttungen werden nicht mehr vorgenommen. Besonders betroffen war die MS „SOFIA SCHULTE“. Zum Problem wurde unter anderem die kurze Anfangsbeschäftigungszeit der MS „SOFIA SCHULTE“. Aufgrund konstant niedriger Chartereinnahmen wurde entschieden, das Schiff für 21,15 Millionen US-Dollar zu verkaufen.

Der Anteil an Weichkosten in Höhe von rund 30 % ist problematisch. Je höher die Weichkosten ausfallen, desto weniger Kapital steht für die eigentlichen Schiffsinvestitionen zur Verfügung. Auch die Quote von Eigen- zu Fremdkapital stellt sich als problematisch dar. Der Fonds ist zu weit über 60 % fremdfinanziert und damit stark bankenabhängig. Hinzu kommen hohe Wechselkursrisiken, über die Anleger nur selten aufgeklärt werden. Ausschüttungen können nach wie vor nicht geleistet werden, da der Fonds aufgrund einer konstanten Verletzung der Loan-to-value-Klauseln daran gehindert ist.

Im Rahmen eines neuartigen Sanierungskonzeptes bietet die Lloyd Fonds AG den Anlegern nun die Möglichkeit, ihre Beteiligung gegen Aktien zu tauschen. Neben dem konkreten Tauschverhältnis bleibt es offen, ob durch diese Maßnahme eine bessere Stabilität und dadurch eine Minderung der Verluste erreicht werden kann. Im schlechtesten Fall droht den Anlegern des Schiffsportfolio III weiterhin der Totalverlust.

Bereits mehrere Gerichte mussten sich bereits mit Klagen zum Schiffsportfolio III beschäftigen. So ergingen unter anderem Urteile vom Landgericht Frankfurt a.M. am 05.08.2016 sowie vom LG Itzehoe am 02.08.2016. Tragendes Argument ist bei Prozessen dieser Art häufig die fehlende Aufklärung über Risiken oder Rückvergütungen der Bank.

Der Lloyd Fonds AG Lloyd Fonds Schiffsportfolio III wird auf der Plattform www.zweitmarkt.de nur noch zu Bruchteilen (5 % am 21.09.2016) gehandelt.

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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