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MPC MS Santa P2 Schiffe

MPC MS SANTA P2 SCHIFFE

Der Fonds

Bei dem im Jahre 2007 platzierten Schiffsfonds MS „Santa P 2 Schiffe GmbH & Co. KG“ der Münchmeyer Peter Capital AG handelt es sich um einen Dachfonds, welcher in vier Panamax-Vollcontainerschiffe investierte, namentlich in die Schiffe MS Santa Pamina, MS Santa Placida, MS Santa Pelagia und MS Santa Petrissa. Das Gesamtvolumen des Fonds beträgt laut Prospekt 233,5 Millionen Euro, wobei 141,3 Millionen Euro als Fremdkapital veranschlagt wurden. Die geplante Laufzeit wird mit 16,25 Jahren ab Übernahme der Schiffe angegeben. Die Mindestzeichnungssumme betrug 10.000 Euro. Der prognostizierte Gesamtmittelrückfluss beläuft sich auf 234% der Zeichnungssumme.

Die Situation

Durch die problematische Entwicklung des Schiffsmarktes und die generell kritische Auftragslage in der Schifffahrt geriet der Fonds zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten. Die Einnahmen bleiben hinter den im Prospekt mitgeteilten Angaben zurück, so dass die Ausschüttungen zum Erliegen kamen. Die Charterraten bleiben ebenfalls weit hinter den Erwartungen zurück. Diese niedrigen Charterraten führen inzwischen dazu, dass zum Teil nicht einmal die Schiffsbetriebskosten gedeckt werden können. Ein anderer problematischer Aspekt bietet sich durch den erheblichen Weichkostenanteil, also jenen Kosten, die nicht in die Investition der Schiffe fließen bzw. geflossen sind. Auch die hohen Vertriebsprovisionen des Fonds kommen, neben den bestehenden und teilweise bereits eingetretenen Risiken durch aufgenommene Fremdwährungskredite (Wechselkursentwicklungen des Yen), erschwerend hinzu. Dies führte dazu, dass für drei der Schiffe, nämlich die MS Pelagia, die MS Santa Petrissa und für die MS Santa Pamina, Insolvenzanträge gestellt worden sind. Lediglich die Santa Placida fährt ab 31.01.2015 noch für 12-14 Monate zu USD 10.500 für die Australian National Line.

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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