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MPC MT Rio Genoa

MPC MT „RIO GENOA“ – SCHIFFFAHRTSGESELLSCHAFT MBH & CO. KG

Der Fonds

Der in 2006 platzierte Schiffsfonds "Rio Genoa" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG hat in einen Suezmax-Tanker investiert. Anbieter der MPC MT Rio Genoa ist das Emissionshaus Münchmeyer Petersen Capital (MPC), das die Fondsanteile über Banken und freie Vermittler verkauft hat.

Laut Verkaufsprospekt vom 04. August 2006 hat der Fonds ein Gesamtvolumen von 63,48 Millionen Euro eingesammelt. 24,06 Millionen Euro davon stammt von den Anlegern. Eine Beteiligung am Schiffsfonds MPC MT Rio Genoa war ab 10.000 Euro plus 5 Prozent Ausgabenaufschlag möglich. Ausschüttungen waren ab 2008 in Höhe von 8% pro Jahr vorgesehen, ansteigend bis zum Jahr 2017. 2023 sollte der Fonds mit einem Gesamtmittelrückfluss von 240% der Zeichnungssumme aufgelöst werden.

Die Situation

Der Fonds befindet sich heute jedoch in einer schwierigen Lage. Die Ausschüttungen liegen weit hinter den Erwartungen zurück. Ungefähr 15 Millionen Euro sollten bis heute an die Anleger des MPC MT Rio Genoa Schiffsfonds zurückgeflossen sein. Tatsächlich wurden jedoch lediglich 2,6 Millionen Euro ausgeschüttet. Ob sich der Fonds erholen wird, ist in Anbetracht der allgemein schwierigen Lage des Marktes ungewiss.

Problematisch stellen sich vor allem die eher schwächere Nachfrage nach Ladekapazitäten, ein generelles Überangebot an Schiffen sowie niedrige Charterraten dar. Weiterführend kam es zu Fehleinschätzungen im Hinblick auf die Wechselkursentwicklungen bei der Gestaltung des Fonds. Im Speziellen wurde ein im Verhältnis zum Euro tendenziell bis deutlich stärkerer US Dollar erwartet.

Die Abweichungen stellen sich als so signifikant dar, dass die sogenannte 105% - Klausel bereits gegriffen hat. Soweit zusätzliche Sicherheiten dann nicht geleistet werden können, setzen die mitfinanzierenden Banken regelmäßig ein Ausschüttungsverbot durch. Sollten etwaige Sanierungskonzepte scheitern, dann droht im schlechtesten Fall für Anleger der Totalverlust ihrer Einlage, da die fremdfinanzierenden Banken regelmäßig zu erst bedient werden und dann häufig nicht ausreichend Kapital übrig bleibt.

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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