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MPC Offen Flotte MS Santa-B Schiffe

MPC OFFEN FLOTTE MS SANTA-B SCHIFFE mbH & Co. KG

Der Fonds

Bei dem im Jahre 2006/2007 platzierten Schiffsfonds MS Santa-B Schiffe mbH & Co. KG der Münchmeyer Peter Capital AG handelt es sich um einen Dachfonds, welcher in vierzehn Einschiffsgesellschaften investierte, namentlich in die Schiffe MS San Albano, MS San Alberto, MS San Alfonso, MS San Alfredo, MS San Allessandro, MS San Alvaro , MS San Amerigo, MS San Andres, MS San Antonio, MS Santa Balbina, MS Santa Belina, MS Santa Bettina, MS Santa Bianca und MS Santa Brunella. Insgesamt beteiligten sich an dem Fonds rund 7.000 Anleger mit einer Mindestzeichnungssumme von 10.000 Euro zzgl. 5% Agio. Der Eigenkapitalanteil war mit fast 200 Millionen Euro kalkuliert. Die weiteren 365 Millionen Euro sollten zum Teil in US-Dollar und japanischen Yen fremdfinanziert werden. Laut Prospekt war geplant, dass die Beteiligung mit Ausschüttungen von 4% beginnt, welche dann im weiteren Verlauf auf bis zu 9,5% p.a. ansteigen. Der kumulierte Kapitalmittelrückfluss am Ende der Vertragslaufzeit war mit 236% prognostiziert. Im Gesellschaftsvertrag ist als erster ordentlicher Kündigungstermin der 31.12.2023 vorgesehen.

Die Situation

Die 14 Vollcontainerschiffe wurden nach dem Start zunächst überwiegend für fünf Jahre fest verchartert. Durch die problematische Entwicklung des Schiffsmarktes und die generell kritische Auftragslage in der Schifffahrt geriet der Fonds allerdings beim Abschluss von Anschlussverträgen in Bedrängnis. Nach dem Auslaufen der Charterverträge konnte die Fondsgesellschaft die notwendigen Anschlussverträge nur zu wesentlich schlechteren Konditionen vermitteln. Der Fonds befand sich dadurch phasenweise in einer untragbaren finanziellen Schieflage. Die vom Fondsmanagement vorgeschlagenen Sanierungskonzepte waren nicht durchführbar. Es folgte die Insolvenz der MPC Offen Flotte MS Santa-B Schiffe. Die das Fremdkapital stellenden Banken zogen sich im weiteren Verlauf aus der Finanzierung zurück und forcierten den Verkauf der Schiffe. Es kam zur Auflösung des Dachfonds. Regelmäßig bleiben bei einer vollständigen Verwertung der Schiffe gerade genügend Mittel, um die Forderungen (Kredite + Zinsen) der finanzierenden Banken zu decken. So auch im Fall des Fonds MPC Offen Flotte MS Santa-B Schiffe. Für Anleger bedeutet die aktuelle Situation daher den totalen Verlust ihrer Einlage. Es bestehen zudem grundsätzliche Bedenken an der gesamten Konzeption des Fonds, die als klärungsbedürftig erachtet werden müssen.

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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