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MPC Reefer Flotte 2

MPC REEFER FLOTTE 2 (Reefer-Flottenfonds mbH & Co. KG)

Der Fonds

Der im Jahr 2007 platzierte Dachfonds der Reefer-Flottenfonds mbH & Co. KG (MPC Reefer Flotte 2) sah vor, in 14 Kühlschiffe als sog. Einschiffsgesellschaften zu investieren, namentlich die Atlantic Mermaid, Caribbean Mermaid, Coral Mermaid, Pacific Mermaid Tasman Mermaid, Buzzard Bay, Eagle Bay, Falcon Bay, Fortuna Bay, Hawk Bay, Mexican Bay, Prince of Seas, Prince of Tides und Prince of Waves. Das Eigenkapital der Anleger wurde hierfür mit ca. 115,8 Mio. Euro berechnet. Das Fremdkapital beträgt demgegenüber ein Volumen von knapp 132,2 Millionen Euro und macht damit 53,31% des Gesamtvolumens aus. Die Mindestbeteiligung lag bei 10.000 Euro. Am Ende der geplanten Laufzeit soll der Gesamtmittelrückfluss bis 2018 ca. 178% der Zeichnungssumme betragen.

Die Situation

Durch die problematische Entwicklung des Schiffsmarktes und die generell kritische Auftragslage in der Schifffahrt geriet der Fonds zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten. Kritisch stellt sich schon der Aspekt dar, dass die Schiffe des Reefer-Flottenfonds II bereits zum Zeichnungszeitpunkt knapp 15 Jahre (Baujahr 1992 – 1994) alt und damit vermutlich wenig konkurrenzfähig waren. Die Ausschüttungen des Fonds sind mittlerweile gänzlich versiegt. Wie bei vielen anderen Fonds auch, stellt sich hier der Anteil der Weichkosten als problematisch dar. Lediglich rund 70% des eingesetzten Kapitals flossen in den Kauf der Schiffe. Die Vertriebsprovisionen machten dabei knapp ein Viertel des von Anlegern investierten Kapitals aus. Auch wird geprüft, ob die Marktentwicklung - hin zum zunehmenden Transport via Container - nicht schon damals absehbar war und kritisch bewertet hätte werden müssen. Ob sich der Fonds erholen wird, ist angesichts der Marktlage sowie niedriger Charterraten ungewiss.

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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