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MS K-BREEZE

MS K-BREEZE Schiffahrts GmbH & Co. KG

Der Fonds

Der im Jahre 2008 aufgelegte Schiffsfonds MS K-BREEZE der Ownership-Gruppe aus Hamburg hatte zum Ziel, ein Containerschiff zu erwerben und zu betreiben. Das Gesamtinvestitionsvolumen wurde im Prospekt mit 22,8 Millionen Euro veranschlagt, wobei 8,4 Millionen Euro als Eigenkapital von Anlegern eingebracht und 14 Millionen Euro fremdfinanziert werden sollten.

Die Situation

Das Schiff wurde am 18.07.2008 an die Schifffahrtsgesellschaft übergeben. Bereits zu Beginn hatte das Emissionshaus Probleme, den Eigenkapitalanteil für den Schiffsfonds aufzubringen. Durch die problematische Entwicklung des Schiffsmarktes und die generelle Krise der Schifffahrt mit einem Überangebot an Schiffen und sinkenden Charterraten geriet der Fonds zunehmend in finanzielle Schieflage. Weiterführend musste durch die Gesellschafter in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 im Rahmen eines Sanierungskonzeptes zusätzliches Kapital zur Verfügung gestellt werden. Außerdem wurde der Fondsgesellschaft ein ergänzendes Darlehen seitens der K&K Schiffahrts GmbH & Co. KG in Höhe von 338.000 Euro gewährt. Ausschüttungen an die Anleger wird der Fonds daher voraussichtlich auch in Zukunft nicht leisten können. Sollte das Schiff die Tilgungsraten zukünftig nicht mehr leisten können, droht die Verwertung des Schiffes. Bei einem Verkauf werden zunächst die kreditgebenden Banken bedient. Für die Anleger bleibt dann meist wenig bis gar nichts mehr übrig.

Besonders problematisch stellen sich auch die hohen Provisionen dar, über welche Anleger nur selten aufgeklärt wurden. Bei diesem Schiffsfonds sind offenbar regelmäßig Kapitalabflüsse in Form von Innenprovisionen über 15 Prozent zu verzeichnen. Ab dieser Schwelle besteht eine generelle verpflichtende Aufklärungsobliegenheit seitens des Anlageberaters, damit Anleger einschätzen können wie viel des Kapitals tatsächlich für Investitionen zur Verfügung steht. Auf Grund dieser Situation hat das Landgericht Mannheim bereits eine Bank zu Schadensersatz verurteilt.

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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