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NORDCAPITAL MS VOGE MASTER

NORDCAPITAL MS VOGE MASTER GMBH & CO. KG

Der Fonds

Der im Jahre 2006 aufgelegte Schiffsfonds Nordcapital MS Voge Master der NORDCAPITAL GmbH hatte zum Ziel, ein Massengutschiff des Typs Capesize zu erwerben und dieses fortan zu betreiben. Das Gesamtinvestitionsvolumen des Fonds wurde im Prospekt mit 63 Millionen Euro ausgewiesen. Zur Aufbringung dieses Betrages war die Finanzierung über ein Schiffshypothekendarlehen in Höhe von ca. 39 Millionen Euro und ein Kontokorrentkredit in Höhe von 1,5 Millionen vorgesehen. Den Rest des Betrages sollten die Gesellschafter als Eigenkapital in Höhe von rund 21 Millionen Euro zzgl. Agio einbringen.

Eine Beteiligung war ab einer Mindestzeichnungssumme von 15.000 Euro plus Agio möglich. Die Ausschüttungen der MS Voge Master GmbH & Co. KG sind im Prospekt ab 2008 mit 7% p.a. bis auf 22% p.a. steigend angegeben worden. Eine ordentliche Kündigung des Gesellschaftsvertrages war erstmals zum 31.12.2024 vorgesehen.

Die Situation

Nach einem planmäßigen Start des Schiffsfonds geriet dieser nach und nach in finanzielle Schwierigkeiten. Ausgelöst wurde diese finanzielle Schieflage durch die problematische Entwicklung des Schiffsmarktes und die generelle Krise in der Schifffahrt mit einem Überangebot an Schiffen und sinkenden Charterraten. Um die ausbleibenden Gewinne auszugleichen, wurden daraufhin die Ausschüttungen zunächst reduziert und dann gänzlich ausgesetzt. Anleger der MS Voge Master GmbH & Co. KG mussten daher bereits auf einen großen Anteil prognostizierter Ausschüttungen verzichten. Im weiteren Verlauf ist ein Sanierungskonzept umgesetzt worden, welches jedoch ohne den durchschlagenden Erfolg blieb und die finanzielle Schieflage nicht zu beheben vermochte.

Über die von der Krise in voller Härte getroffene Gesellschaft musste nun am 01.02.2016 das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet werden. (Amtsgericht Hamburg - Az.: 67c IN 37/16) Mit diesem Schritt drohen den Anlegern in der Regel massive Verluste - bis hin zum Totalverlust der Einlage, da bei der Verwertung des Vermögens im Rahmen eines Insolvenzverfahrens zunächst die das Fremdkapital stellenden Banken bedient werden. Für die Anleger bleibt nach der Pleite, außer der Frustration über das fehlgeschlagene Investment, leider wohl nichts mehr übrig.

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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