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PCE MS VILANO

MS „VILANO“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG

Der Fonds

Der im Jahre 2007 vom Premium Capital Emissionshaus (PCE) aufgelegte Schiffsfonds MS Vilano investierte in ein Vollcontainerschiff mit einer Stellplatzkapazität von 2.741 TEU und wurde auf der deutschen Aker Werft, Wismar, gebaut. Die Übernahme durch die Fondsgesellschaft fand am 15.01.2007 statt. Das Gesamtinvestitionsvolumen wurde im Prospekt mit rund 43 Millionen Euro veranschlagt, wobei das Fondskapital zusammen mit dem Initiatorenkapital circa 15,3 Millionen Euro ausmachte. Der Rest der Summe wurde über ein Schiffshypothekendarlehen sowie einen Kontokorrentkredit finanziert. Das Ende des Fonds wurde auf das Jahr 2026 festgesetzt.

Die Situation

Durch die problematische Entwicklung des Schiffsmarktes und die einsetzende Krise in der Schifffahrt geriet der Schiffsfonds zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten. Der Markt hat seit Jahren mit einem Überangebot an Schiffen und entsprechend sinkenden Charterraten zu kämpfen.

Die verwaltende Gesellschaft musste aufgrund der anhaltend schwierigen Lage die Ausschüttungen an die Anleger vollständig aussetzen. Ein zwischenzeitig beschlossenes Sanierungskonzept sah eine zusätzliche Einzahlung von bis zu 4,5 Millionen Euro durch die Anleger vor, von denen allerdings nur 2,6 Millionen Euro gezeichnet wurden.

Die finanzierende Bank hat auf dieser Grundlage den Kreditvertrag mit der Fondsgesellschaft angepasst, um dem Schiff die Bewältigung der derzeitig schwierigen Marktphase zu ermöglichen. Ob hierdurch eine dauerhafte Sanierung erreicht werden kann, ist allerdings überaus fraglich. Eine Entspannung der Lage der Schifffahrt und damit eine Entspannung der Situation der MS Vilano ist unter Berücksichtigung aktueller Faktoren in naher Zukunft nicht zu erwarten. So sieht das mittlerweile wohl auch die finanzierende Bank, da aufgrund der weiterhin niedrigen Einnahmesituation erneute Anpassungen der Zins- und Tilgungsstruktur notwendig wurden.

Anleger sehen sich daher akut von Verlusten bedroht. Auch ein Totalverlust kann eintreten, sofern der Kredit nicht mehr bedient werden kann und die Bank zur Verwertung des Schiffes übergehen sollte. Anleger sollten nun rechtzeitig aktiv werden, da in 2017 für viele Betroffene die Verjährung ihrer Ansprüche droht.

Das Landgericht Gießen hat sich bereits mit dem Schiffsfonds beschäftigen müssen und in einem Urteil einer Anlegerin die Rückabwicklung ihres Vertrages zugebilligt (Urteil vom 26.04.2016, Az. 2 O 53/16).

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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