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BVT-PB Top Select Fund II

BVT-PB Top Select Fund II GmbH & Co. KG

Der Fonds

Der Zweck des Top Select Fund II ist das Halten und Verwalten eines aus Beteiligungen an geschlossenen Private Equity-Dachfonds und Beteiligungen an in- und ausländischen geschlossenen Immobilienfonds sowie sonstigen Vermögensgegenständen bestehenden Anlageportfolios.
Aufgelegt wurde der Fonds von der BVT Holding GmbH & Co. KG (heute: BVT Beratungs-, Verwaltungs- und Treuhandgesellschaft für internationale Vermögensanlagen mbH) im Jahr 2006 und konnte bis zur Schließung im Jahre 2008 an rund 740 Anleger mit einem Platzierungsvolumen von 22,9 Millionen Euro vermittelt werden. Der Fonds wurde als Blind-Pool konzipiert und soll gegen Ende des Jahres 2031 aufgelöst werden – wobei eine Option zur Verlängerung eingeräumt wurde. Die Mindestzeichnungssumme wurde auf 20.000 Euro zzgl. Agio festgelegt.

Der Fonds investierte unter anderem in folgende Gesellschaften:

  • BVT-CAM Private Equity Global Fund V
  • H.F.S. Immobilienfonds Deutschland 10
  • HIH Global Invest Erste Neuseeland
  • BVT Ertragswertfonds Nr. 3
  • IVG EuroSelect Sechzehn
  • Bayernfonds Immobilienverwaltung Australien 4
  • HEH Aviation ‚Newcastle’
  • BVT-CAM Private Equity Global Fund VI
  • BVT-CAM Private Equity Global Fund VIII
  • ILG – Beteiligungsfonds 36 Landshut
  • DB Secondary Opportunities Fund II L.P.
  • HIH Messehotel München
  • IFK Sachwertfonds Deutschland Nr. 2 (Stille Beteiligung)
  • ST BAU-Schwandorf
  • EQT Infrastructure II Limited Partnership
  • Real I.S. Bayernfonds Australien 9
  • ILG Immobilienfonds Nr. 39

Die Situation

Die aufgestellten Renditeprognosen wurden verfehlt. So ergibt sich bereits aus dem Geschäftsbericht 2012, dass die Ausschüttungen kumuliert 13 Prozent bezogen auf das Eigenkapital ausmachen sollten, wobei tatsächlich lediglich 5 Prozent erzielt werden konnten.

Anlegern, denen die Beteiligung etwa durch einen Bankberater als Altersvorsorge empfohlen worden ist, wurden oftmals nicht über die Risiken aufgeklärt. Als Unternehmensbeteiligung bringt diese Anlage stets auch das Totalverlustrisiko mit sich. Bei nach dem Blind-Pool-Prinzip konzipierten Fonds sind Risiken häufig noch schwieriger einzuschätzen als bei Fonds die ihre Investitionsziele vorher eindeutig festlegen. Außerdem stellen die langen Laufzeiten und die damit verbundene langfristige Bindung von Kapital Anleger manchmal vor Probleme. Anlegern war bei Abschluss dieser Art von Beteiligungen oftmals gar nicht bewusst, dass ein vorheriger Ausstieg - sofern überhaupt möglich - teilweise mit erheblichen Verlusten einhergeht.

Anleger, die sich vor diesem Hintergrund unzureichend beraten oder aufgeklärt fühlen, sollten rechtzeitig aktiv werden, da für viele Anleger Verjährung ihrer möglichen Ansprüche droht.

Auf der Plattform www.zweitmarkt.de ist der Fonds aktuell vom Handel ausgesetzt.

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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