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DS-FONDS NR. 129 FLUGZEUGFONDS IV

DS-Rendite-Fonds Nr. 129 Flugzeugfonds IV GmbH & Co. KG

Der Fonds

Der im Jahre im Emissionsjahr 2008 ausgegebene Fonds der Dr. Peters Group investierte in den weltweit ersten für den Liniendienst ausgelieferten Airbus A380-800. Das rund 200 Millionen US-Dollar teure Flugzeug wird vom Leasingnehmer Singapore Airlines auf den Langstrecken zwischen Singapur und Sydney, London, Paris, Zürich und Melbourne eingesetzt. Anleger brachten circa 94 Millionen US-Dollar Eigenkapital ein, weitere 120 Millionen US-Dollar wurden fremdfinanziert. Die Mindestzeichnungssumme für die 2.660 Anleger betrug 20.000 US-Dollar. Der Fonds ist auf eine Laufzeit von 17 Jahren ausgelegt.

Die Situation

Die Ausschüttungen des DS-Rendite-Fonds Nr. 129 Flugzeugfonds IV GmbH & Co. KG entsprechen bis ins Jahr 2016 hinein denen des Prospekts. Anleger haben aktuell rund 60 Prozent ihrer Einlage zurückerhalten. Problematisch stellt sich allerdings folgender Umstand dar: Der renommierte und umsatzstarke Leasingpartner Singapore Airlines hat von der Option, den Leasingvertrag für das Flugzeug nach zehn Jahren zu verlängern, keinen Gebrauch gemacht. Da noch kein alternativer Partner gefunden werden konnte und die Nachfrage nach Großraumflugzeugen entgegen den vielversprechenden Prognosen deutlich zurückgegangen ist, kommen eventuell harte Zeiten auf die Anleger des Flugzeugfonds IV zu. Betroffen sind auch andere Flugzeugfonds, deren Leasingverträge demnächst auslaufen.

Laut der Dr. Peters Group wird in Vorbereitung auf dieses Szenario zusammen mit Airbus eine Vermarktungsstrategie aufgestellt, um passende Leasingnehmer im Zweitmarkt zu sondieren. Ob diese Planungen von Erfolg gekrönt sind und zu welchen Konditionen das Flugzeug anderweitig vermarktet werden kann, ist allerdings noch völlig unklar. Im schlechtesten Fall drohen den Anlegern hohe Verluste, denn im Falle einer Auflösung des Fonds werden zunächst die das Fremdkapital gebenden Banken bedient.

Anleger sollten bereits jetzt aktiv werden und sich zudem fragen, ob sie ausreichend auf die Risiken solcher Unternehmensbeteiligungen hingewiesen wurden. Aufgrund einer fehlerhafter Beratung zum Flugzeugfonds IV hat das Landgericht Frankfurt a.M. bereits ein Ankerkenntnisurteil zum 29.09.2015 erlassen und die beteiligte Bank zur Rückzahlung verurteilt.

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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