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Garantie Hebel Plan 08

Garantie Hebel Plan '08 GmbH & Co. KG (früher: Hebel Plan '08 Premium Vermögensaufbau AG & Co. KG)

  • Beteiligung: GarantieHebelPlan ´08 Premium Vermögensaufbau AG & Co. KG
  • Anbieter: CIS AG, Carpediem GmbH
  • Kategorie: Geschlossener Fonds Private Equity
  • Prospektdatum: 18.07.2008

Beteiligung an einer Kommanditgesellschaft, deren Unternehmenszweck die "Verwaltung des Gesellschaftsvermögens mit dem Ziel der Vermögensmehrung vornehmlich durch die Investition von
Eigenkapital zzgl. Fremdkapital in Kapitalanlagen mit mindestens 80%iger Kapitalgarantie eines solventen Garantiegebers unter Ausschluß genehmigungspflichtiger Geschäfte" ist. Das Kommanditkapital ist mit 52 Mio. € geplant, wobei eine Erhöhung auf eine unbestimmte Summe möglich ist. Die Mindestbeteiligung beträgt 2.000 € bei Einmaleinlagen und monatlich 50 € bei Rateneinlagen, wobei eine Kombination aus Einmaleinlage und Spareinlage möglich ist. Das Agio beträgt 5 % bzw. 6 % des Zeichnungsbetrages.

Vor der Beteiligung wurde durch diverse Institutionen und Fachzeitschriften, sowie Tageszeitungen gewarnt. So beschäftigten sich etwa die Stiftung Warentest, die Financial Times Deutschland und Börse Online mit den Risiken rund um den Garantie Hebel Plan 08. Darüber hinaus wird auf sehenswerte Fernsehberichte verwiesen, wie z.B. NDR-Plusminus v. 28.06.2011

15.04.2017 - Verlauf und Situation Garantie Hebel Plan 08

Das Konzept der Unternehmung ist bereits gänzlich gescheitert, da erreichen immer mehr Mahnbescheide eine zunehmende Anzahl von Anlegern. Betroffene Anleger mussten sich rechtzeitig überlegen, ob sie den diversen Aufforderungen einfach nachkommen oder anwaltliche Beratung und Unterstützung bei der Verteidigung gegen die Mahnbescheide wahrnehmen.

Weiterhin könnte sich (je nach Fallkonstellation) die Möglichkeit ergeben, Schadensersatzansprüche gegen Parteien geltend zu machen, die bei der Vermittlung oder Beratung im Zusammenhang mit dem Garantie Hebel Plan 08 aktiv geworden sind. Anleger, die sich nicht ausreichend beraten fühlen oder sich über die Risiken dieser hochriskanten Beteiligung überhaupt nicht bewusst waren, sollten den Ausgang ihrer Investition kritisch hinterfragen. Im besten Fall kann durch eine erfolgreiche Klage eine Rückabwicklung der Beteiligung erreicht werden, was den gesamten Schaden entfallen lassen könnte.

Unter anderem urteile das Landgericht Augsburg mit Urteil vom 28.03.2017 im Sinne einer Anlegerin, die sich von ihrer Anlageberaterin falsch beraten fühlte. Die Anlegerin hat nun Anspruch auf Ausgleich des gesamten Schadens, Zug um Zug gegen Übertragung der Beteiligung am Garantie Hebel Plan 08.

Weiterführend ergingen zudem Urteile gegen die sog. Abwicklungspauschale, die die Gesellschaft für den Ausschluss von Anlegern aus der Unternehmung verlangt. (Bspw: Az: 32 C 926/16 (22) – noch nicht rechtskräftig)

Auch wurde die außerordentliche Kündigung des Gesellschaftsvertrags eines Anlegers bestätigt, da dieser sich von Herrn Shahin während einer Verkaufsveranstaltung getäuscht fühlte. (OLG Frankfurt am Main - Urteil vom 15.09.2016, 4 U 51/15)

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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