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König & Cie. Renditefonds 52 - Investment Portfolio I

Fonds König & Cie. Erste Dach Investment GmbH & Co. KG - König & Cie. Zweite Dach Investment GmbH & Co. KG.

Der Fonds

Der im Jahr 2006 aufgelegte Dachfonds Investment Portfolio I des Emissionshauses König & Cie. investierte in die beiden Fonds König & Cie. Erste Dach Investment GmbH & Co. KG und König & Cie. Zweite Dach Investment GmbH & Co. KG. Das Gesamtinvestitionsvolumen wurde mit rund 20 Millionen Euro prospektiert. Das verfügbare Kapital wurde mit 70 zu 30 Prozent auf die beiden hauseigenen Zielfonds verteilt.

Diese wiederum sahen gemäß ihres Konzepts folgende ungefähre Verteilung vor:

  • 50 Prozent in Schiffsfonds
  • 20 Prozent in auf dem Zweitmarkt erworbene deutsche und britische Lebensversicherungsfonds
  • 15 Prozent in Private Equity Fonds
  • 15 Prozent in Immobilienfondsgesellschaften vor.

Über eine im Prospekt dargestellte Diversifizierungsstruktur sollte ein ausgewogenes, ertragreiches sowie sicheres Konzept umgesetzt werden. So investierte der Dachfonds über die beiden Zielfonds unter anderem in folgende Unternehmungen:

  • König & Cie. Dritte Britische Leben GmbH & Co. KG
  • MS STADT ROSTOCK Zweite T+H Schiffahrts GmbH & Co. KG
  • MS "KING ADRIAN" Schiffahrts GmbH & Co. KG
  • MS "CAPE RAY" Schiffahrts GmbH & Co. KG
  • König & Cie. Deutsche Leben 3 GmbH & Co. KG
  • MT "KING DAVID" Tankschiffahrts GmbH & Co. KG
  • MT "KING ERNEST" Tankschiffahrts GmbH & Co. KG
  • MT "CAPE BRASILIA" Tankschiffahrts GmbH & Co. KG
  • MT "KING EVEREST" Tankschiffahrts GmbH & Co. KG
  • König & Cie. Zweite Britische Leben GmbH & Co. KG
  • MT "KING DUNCAN" Tankschiffahrts GmbH & Co. KG
  • MT "KING DARIUS" Tankschiffahrts GmbH & Co. KG
  • König & Cie. Immobilienfonds Wolfsburg-Fallersleben GmbH & Co. KG
  • König & Cie. International Private Equity GmbH & Co. KG
  • König & Cie. II. International Private Equity GmbH & Co. KG

Interessierte Anleger konnten sich mit einer Anlagesumme von mindestens 5.000 Euro beteiligen. Der Dachfonds König & Cie. Investment Portfolio I war aufgrund seiner Laufzeit bis zum Jahre 2024 als Langläufer konzipiert.

Die Situation

Durch die problematische Entwicklung des Schiffsmarktes gerieten auch viele der mittelbar finanzierten Schiffsfonds zunehmend in Schwierigkeiten. Mittlerweile befinden sich mehrere der betroffenen Zielfonds im Insolvenzverfahren oder wurden bereits verwertet (u.a. MS STADT ROSTOCK, MT „KING ERNEST“, MT „KING EVEREST“, MS „KING ADRIAN“)

Auch die finanzierten Beteiligungen, deren Schwerpunkt auf dem Erwerb von Lebensversicherungspolicen auf dem britischen Zweitmarkt lag, wurden zu einem Dorn im Auge der Anleger. Durch die veränderte Lage auf den britischen Kapitalmärkten gingen die Kalkulationen nicht mehr auf und die Schlusszahlungen der Lebensversicherungspolicen wurden deutlich herabgesetzt.

Dem Geschäftsbericht der König & Cie. GmbH & Co. KG war damals zu entnehmen, dass der Fonds aufgrund der geringen Rückflüsse aus den Zielbeteiligungen keine Ausschüttungen an die Anleger vornehmen kann.

Im Rahmen der eingetretenen Finanzkrise zog sich das Emissionshaus König & Cie. grundlegend aus dem Platzierungsgeschäft zurück und verkaufte einen Großteil der eigenen Unternehmensanteile an amerikanische Investoren. Im weiteren Verlauf wurde die König & Cie. Gruppe dann in die HCI Capital AG integriert. Diese firmiert nun mit neuem Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit nach Eingliederung der Reederei Ernst Russ unter dem Namen „Ernst Russ AG“.

Der König & Cie. 52 – Investment Portfolio I wurde auf der Plattform Zweitmarkt.de zuletzt am 19.02.2013 mit 20 Prozent gehandelt.

Unsere Empfehlung

Betroffenen Anlegern ist daher zu empfehlen, ihre Verträge anwaltlich prüfen zu lassen. Als Anleger sind sie Anteilseigner und tragen das unternehmerische Risiko. Geraten die Fonds in finanzielle Schieflage oder ergeben sich sonstige Schwierigkeiten, haben die Anleger das zu tragen. Auch ein Totalverlust ist möglich. Außerdem besteht das Risiko, erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen zu müssen.

Als Anwälte klären wir zunächst die Beratungsqualität. Über Risiken wurde in der Regel nur selten vollständig aufgeklärt. Falls der Verkauf durch eine Bank erfolgte, hätte auch über Rückvergütungen informiert werden müssen. Der Kunde muss einschätzen können, was die Bank an dem Verkauf verdient. Die Vermittlung geschlossener Fonds zur Altersvorsorge wird von der Rechtsprechung als kritisch bewertet. Ein weiterer Haftungsgrund sind oftmals Prospektfehler. Die umfangreichen Verkaufsprospekte sind in vielen Fällen falsch. Ob und gegen wen sich daraus Ansprüche ergeben, kann jedoch nur anwaltlich geprüft werden.

Die Haftungsfrage sollte unbedingt zeitnah geklärt werden, da sonst die Verjährung möglicher Ansprüche droht. Die Verjährungsfrist beträgt grundsätzlich 10 Jahre. Unter gewissen Umständen tritt allerdings schon eine frühere Verjährung ein. Eine rechtliche Bewertung ist daher unabdingbar.

Eine Erstbewertung, in der die Chancen und Risiken etwaiger Maßnahmen ausgelotet werden, können Sie direkt bei uns beantragen. Um eine realistische Einschätzung Ihrer Situation zu ermöglichen, haben wir den Fragebogen für Kapitalanlagen für Sie bereitgestellt.

Falls Sie Fragen haben, dann zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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