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Weiteres positives Urteil in P&R Skandal: Vermittler muss 24.000 Euro Schadensersatz zahlen

Göttingen, 08.07.2020

Weiteres positives Urteil in P&R Skandal: Vermittler muss 24.000 Euro Schadensersatz zahlen

Das Landgericht Krefeld hat am 04. Juni 2020 mit noch nicht rechtskräftigem Urteil einen Finanzvermittler zur Zahlung von 24.395,05 Euro an den P&R-Anleger verurteilt. Erst vor kurzem konnten wir in unserem Bericht vom 27. Juli 2020 (zum Bericht) über ein ebenfalls über anlegerfreundliches Urteil des Landgerichts Kleve berichten. Die Chancen für Anleger im Container-Skandals P&R verbessern sich dadurch weiter.

Mehrfacher Verstoß gegen Aufklärungspflichten

Auf Empfehlung seines langjährigen Finanzvermittlers kaufte der Kläger gleich elf Container von der P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs- GmbH zu einem Preis von insgesamt 31.460,00 Euro. Nach fünf Jahren wollte P&R die Container wieder zurückkaufen. Mit der Insolvenz von P&R wurde daraus jedoch nichts. Der Kläger erhielt lediglich Mieteinnahmen 7.064,95 Euro und blieb damit auf einem Schaden von 24.395,05 Euro sitzen. Diesen Schaden muss ihm jetzt, so das Urteil des Landgericht Kleve, der Finanzvermittler ersetzen.

Laut Gerichtsurteil verstieß der Finanzvermittler gleich gegen eine ganze Reihe von Aufklärungspflichten.

So hatte er den Anleger nicht darüber aufgeklärt, dass dieser im worst-case Fall nicht nur seine Anlagesumme riskiert, sondern wegen möglicher weiterer Kosten auch mit seinem Privatvermögen bis hin zur Privatinsolvenz haftet.

Der Vermittler hätte zudem klarstellen müssen, dass die im Kauf- und Verwaltungsvertrag genannte Versicherung nicht so umfassend war wie es schien. Mit der Versicherung waren weder alle Risiken der Container abdeckt noch wird im Falle eines Totalverlustes eines Containers ein gleichwertiger Container geliefert. Laut Verkaufsunterlagen soll lediglich das Risiko bestehen, dass die prognostizierten Mieteinnahmen nicht erreicht werden können. Damit werden aber die möglichen wirtschaftlichen Konsequenzen für den Anleger nur unzureichend dargestellt.

Auch über die mit dem Eigentumserwerb verbundenen Risiken ist der Anleger nicht aufgeklärt worden. Das Gericht stellte klar, dass es für den Anleger unklar sei, was geschehen soll, wenn kein neuer Mieter gefunden wird und der Container aus einem für den Kläger unbekannten Ort zurück geführt oder gar selbstständig weiterveräußert werden muss.

Über die Frage, was passiert, wenn der Container einen Schaden verursacht, wurde ebenfalls nicht ausreichend aufgeklärt.

LG Krefeld mit deutlichen Worten gegen Finanzvermittler

Das Gericht sparte in seinen Urteilsgründen nicht an Kritik an dem Vermittler. Bei Durchsicht der Vertragsunterlagen hätten dem Finanzvermittler Zweifel an der Schlüssigkeit der Garantien aus dem Kauf- und Verwaltungsvertrag und den dargestellten Risiken kommen müssen. Diesen Zweifeln hätte er nachgehen müssen. Wenn er sich selber nicht erklären konnte, wie eine Gesellschaft die versprochenen Garantien für die Anleger übernehmen kann, hätte er die Anleger darauf aufmerksam machen müssen. Das ist jedoch nicht geschehen.

JACKWERTH RECHTSANWÄLTE SETZEN SICH EIN!

Dieses Urteil bietet für P&R-Anleger die Chance, ihr eingezahltes Geld wieder zurückzubekommen. Nach bisherigen Erfahrungen der Kanzlei sind zahlreiche P&R-Anleger nicht oder nur unzureichend über die Risiken der Anlage informiert worden. Wenn auch Sie Ihren Fall überprüfen lassen möchten, melden Sie sich gerne bei unserem freundlichen Team unter der Telefonnummer 0551 / 29 17 62 20 oder per E-Mail unter Kanzlei@ra-jackwerth.de. In einem ersten kostenfreien Gespräch mit Frau Rechtsanwältin Jackwerth können Sie alle Fragen loswerden und das mögliche Vorgehen wird mit Ihnen besprochen.

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